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Dortmunder Regelungstechnische Kolloquien 2007

1. Kolloquium: Dienstag 12. Juni 2007, 15:15 - 16:15 Uhr

ReifenDipl.-Ing. Boris Bickel, DaimlerChrysler AG, Mercedes Car Group, Stuttgart

Das Potential von Reifensensorik zur Verbesserung von Fahrdynamikregelsystemen am Beispiel faseroptischer Bragg-Gitter-Sensoren

Fahrdynamikregelsysteme verwenden heute eine Vielzahl von Sensoren zur Erfassung des Fahrzustands. Dennoch können einige Zustandsgrößen nur mit Hilfe von Beobachtern geschätzt werden. Hierzu zählen Fahrzeuggeschwindigkeit, Fahrbahnreibwert, Schräglaufwinkel und Schwimmwinkel.

Die Kontaktzone eines Reifens mit der Fahrbahn teilt sich unter Antriebs- bzw. Bremsmoment in einen Haft- und einen Gleitbereich. Im Haftbereich entspricht die Oberflächengeschwindigkeit und -richtung des Reifengummis dem Geschwindigkeitsvektor der Fahrbahn im fahrzeugfesten Bezugssystem. Die Differenz zu Felgendrehzahl bzw. -längsachse wird durch Reifendeformation ausgeglichen. Die Maximaldehnung kann als Maß für den Fahrbahnreibwert herangezogen werden. Durch den Einsatz von Sensoren, die die Reifendeformation direkt in der Kontaktfläche zur Straße erfassen, ließen sich somit die gesuchten Zustandsgrößen mit hoher Genauigkeit messen. Eine Verbesserung der Regelgüte von ABS- und ESP-Systemen hinsichtlich der Kriterien Bremsweg, Fahrstabilität und Fahrspaß erscheint so möglich.

Faseroptische Bragg-Gitter-Sensoren eignen sich gut zur Integration in den Laufstreifen des Reifens. Ihre Multiplexfähigkeit erlaubt die Realisierung der notwendigen Anzahl von Messstellen. Ungelöste Aufgaben stellen die Energie- und Signalübertragung zwischen Reifen und Fahrzeug sowie die hohen Kosten dar, die einen Serieneinsatz derzeit verhindern.

2. Kolloquium: Dienstag 26. Juni 2007, 15:15 - 16:15 Uhr

HassDr.-Ing. Carsten Haß, BMW-Group, München

Fahrerassistenz bei der BMW Group

Die Fahrerassistenz hat eine lange Geschichte im Automobilbau. Dabei war und ist das Ziel stets, den Fahrer bei seiner Fahrzeugführungsaufgabe zu entlasten. Durch die rasante Entwicklung in den Bereichen Elektronik, Mechatronik, Datenverarbeitung und Kommunikation ist es möglich geworden, eine große Bandbreite an Assistenzsystemen in die Fahrzeuge zu integrieren.

In diesem Beitrag sollen die Ziele der Fahrerassistenzsysteme im Allgemeinen sowie eine Klassifizierung von Funktionen dargestellt werden. Als Beispiel dient die Funktion ACC Stop&Go. Entwicklungsmethoden und Werkzeuge werden in verallgemeinerter Form dargestellt. Weiterhin wird in dem Beitrag herausgearbeitet, inwieweit interdisziplinäres Verständnis von System und Funktion für die Entwicklung notwendig ist.

3. Kolloquium: Dienstag 03. Juli 2007, 15:15 - 16:15 Uhr

ausgefallen!

Dr.-Ing. Oliver Öttgen, Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Modellgestützte Entwicklung eines mechatronischen Fahrwerkregelungssystems

Während die Komplexität von mechatronischen Fahrwerkregelungssystemen kontinuierlich steigt, entwickelt sich ein Trend zu kürzeren Entwicklungszyklen mit hohen Anforderungen an die Qualität. Der Bedarf an effizienten Entwicklungsmethoden ist daher hoch, um die Koordination einzelner Entwicklungsphasen zu erleichtern sowie die Qualität durch Eigenschaftsabsicherungen in allen und insbesondere in frühen Phasen zu garantieren. Dieser Beitrag zeigt die Entwicklungsphasen vom Entwurf bis zur Echtzeitrealisierung einer Fahrwerkregelung anhand des angepassten V-Modells für mechatronische Systeme. Es wird eine durchgängige Kette von Fahrzeugmodellen mit unterschiedlicher Modellierungstiefe verwendet, um den Entwicklungsprozess zeitlich effizient und kostengünstiger im Vergleich zu Versuchsfahrten zu gestalten.

4. Kolloquium: Dienstag 10. Juli 2007, 15:15 - 16:15 Uhr

EPGDr.-Ing. Rüdiger Eick, TRW Automotive, Lucas Varity GmbH, Koblenz

Ersatz einer manuell-mechanischen Funktions-einheit durch eine mechatronische Baueinheit am Beispiel der elektrischen Feststellbremse

Vereinfachte Montagestrategien, preiswerte elektronische und elektromechanische Komponenten, Systemintegration, gekoppelt mit dem Bedürfnis nach mehr Komfort bei gleichzeitigem Verlangen nach verbesserter Sicherheit, sind treibende Faktoren in der Produktentwicklung allgemein. Dies gilt im Maschinen- und Anlagenbau wie im gesamten Konsumbereich. Kurze Produktlebenszyklen und entsprechend kurze Entwicklungszeiten komplettieren im Fahrzeugbau die aktuelle Situation im besonderen. Es gibt hier kaum etwas, das nicht „in Frage gestellt“ wird, um technischen Zielen, gegebenen Zwängen und insbesondere dem Kostendruck gerecht zu werden. Eine Detaillösung in diesem Trend ist die Entwicklung der elektrischen Feststellbremse für PKW. Sind viele Parameter der unterschiedlichen Fahrzeugklassen genormt oder an Mindest- bzw. Grenzwerten ausgerichtet, werden zukünftig Marktdifferenzierungen durch Fahrzeugfunktionen und Bedienkonzepte sowie deren Kundenakzeptanz erfolgen. Im Folgenden sollen Bedingungen und Lösungsmöglichkeiten für die elektrische Feststellbremse gezeigt werden.

 



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Kontakt

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Prof. h.c. Dr. h.c. Torsten Bertram
Lehrstuhlleitung
Tel.: 0231 755-2760

 

Organisation

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Mareike Leber (Sekretariat, Lehrstuhl für Regelungssystemtechnik)