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10. Dortmunder AutoTag

Die Bildergalerie zeigt Impressionen vom Autotag.

 

Autotag_2015_AufmacherAutotag_2015_SchreiberDer 10. DortmunderAutoTag, der am 10. September vom Lehrstuhl für Regelungssystemtechnik (Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik) der Technischen Universität Dortmund gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund veranstaltet wurde, gewährte einen Blick in die Zukunft der Mobilität auf Basis der Analyse des heutigen Autofahrens.

Die Mobilität prägt seit dem 19. Jahrhundert unser Leben sowie unsere Ökonomie und geht einher mit einer stetigen Zunahme bei gleichzeitiger Beschleunigung. Die Entwicklung der Mobilität steht für die individuelle und gesellschaftliche Beweglichkeit, Veränderung und Wandlungsfähigkeit. Sie steht weltweit für Freiheit, Unabhängigkeit, Wohlstand, Individualität und Selbstbestimmung. Das 21. Jahrhundert ist nicht nur durch einen weiter wachsenden Mobilitätsbedarf gekennzeichnet, sondern auch durch eine zunehmende Vielfalt an Mobilitätsformen und es ist der Beginn eines neuen multimobilen Zeitalters (Zukunftsinstitut GmbH, Frankfurt). Die Mobilität wird heute zu rund drei Viertel durch das Automobil erbracht, und es bleibt auch auf absehbare Zeit hin das Verkehrsmittel Nummer eins.

Der Mobilitätsaufwand steigt weiter an, wenn auch die Höchstgeschwindigkeit in den Hintergrund rückt. Die Art der Fortbewegung gewinnt zukünftig zunehmend an Bedeutung, denn zur Rush Hour bewegt sich in pulsierenden Innenstädten und in wachsenden Megacitys immer weniger. Baustellen, Sperrungen, Unfälle, rote Ampeln, schlechte Parkplatzsituationen und City Maut machen das Auto zunehmend ineffizienter, hier ist ein neuer Mobilitätsmix gefragt, wenngleich dem Auto weiterhin eine Schlüsselstellung zukommt. Es werden neue Mobilitätstrends entstehen, die einerseits neue Nutzungsgewohnheiten hervorbringen und andererseits die intermodale Mobilität stärken. Vor allem in Städten, Ballungsräumen und Megacitys wird sich die Verkehrsmittelnutzung deutlich wandeln.

Mobilität erfolgt mit zunehmenden Anteilen an öffentlichem Nahverkehr, Radfahren und Zufußgehen. Heute werden rund 50 Prozent aller Wege hauptsächlich mit dem Auto, 30 Prozent mit Bussen sowie Bahnen und jeweils 10 Prozent mit dem Rad und zu Fuß zurückgelegt. Prognosen des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) GmbH, Berlin besagen, dass bis 2030 die Anteile ausgeglichen sind.

Die deutschen Automobilhersteller haben ihre Fahrzeugabsätze in den letzten zehn Jahren stark gesteigert, der Volkswagen-Konzern erreichte einen Zuwachs um 90 Prozent, Daimler hat um 65 Prozent und BMW um 60 Prozent zugelegt. Die deutschen Hersteller und Zulieferer zeichnen sich durch eine hohe Innovationskraft aus, und so sind sie in den treibenden Faktoren, die Fahrzeuge immer schneller, leistungsstärker, sicherer, komfortabler, effizienter und ökologischer zu machen, auf der einen Seite kaum zu besiegen, aber auf der anderen Seite auch darauf fixiert. Dabei zeigen die Entwicklungen, dass sich die Anzahl an Innovationen und die Diffusionsgeschwindigkeit, mit der die Innovationen in die unterschiedlichsten Fahrzeugsegmente übernommen werden, fast inflationär erhöht haben.

Die Automobilhersteller und Zulieferer stehen vor drei großen Herausforderungen für die Mobilität in der Zukunft, der Hybridisierung sowie Elektrifizierung, der Automatisierung der Fahraufgabe und den verkehrsträgerübergreifenden Mobilitätssystemen.

Seit der Erfindung des Automobils 1886 sind Benzin- und Dieselmotoren die dominate Antriebstechnologie. Neue Klimaschutzziele haben alternative Antriebskonzepte, wie die Hybridisierung und Elektrifizierung, in die Fahrzeuge gebracht, da die Innovationen zur Verbrauchsreduzierung und Ressourceneinsparung konventioneller Antriebe zunehmend wirtschaftlich nicht mehr darstellbar sind.

Das Elektromobil läuft noch nicht rund, und dies sind nicht alleine technische Gründe, wie beispielsweise die geringe Reichweite und die langen Ladezeiten inklusive der unterschiedlichen Abrechnungsmodalitäten der Stromversorger, sondern allgemein ist der Mehrwert für den Kunden noch zu gering. Hinzukommt die fehlende emotionale Werbung für Elektromobile und die höheren Anschaffungskosten, die nicht zur Steigerung der Akzeptanz beim Endverbraucher führen.

Erschwerend für die Elektromobilität ist ebenfalls die Position der Politik in Deutschland. So werden gerne Pressetermine im Umfeld von Elektroautos und großen öffentlich geförderten Projekten wahrgenommen. Jedoch fehlen die wirklichen Anreize für den Endverbraucher, wie wir sie aus dem Ausland kennen.

Ein weiterer Grund, der die Elektromobilität heute beim Kunden etwas ausbremst, ist sicherlich auch in den Nachrichten über die neue Technologie, das sogenannte „Fracking“, zu sehen. Es wird das neue Ölzeitalter ausgerufen. Der Verbraucher muss nicht über die Endlichkeit der Ressource Öl sowie Gas als Basis für die Mobilität nachdenken. Vielmehr wird er zum Kauf von verbrennungsangetriebenen Fahrzeugen mit Nachrichten wie, die Vorkommen in den USA reichen noch mindestens 100 Jahre und die weltweiten Reserven sind nicht einmal kalkuliert, motiviert. Und der derzeitige Öl- beziehungsweise Benzin-/ Dieselpreis fördert diese Gedanken ebenso.

Die 66. IAA Pkw, die in der nächsten Woche in Frankfurt beginnt, betont in diesem Jahr den zweiten Megatrend der Mobilität, die Automatisierung der Fahrfunktionen, eine Evolution von den Fahrerassistenzsystemen zum automatisierten Fahren. Das automatisierte Fahren weist die Richtung künftiger Fahrerassistenzsysteme. Die Basistechnologien für das automatisierte Fahren sind bereits verfügbar beziehungsweise haben einen guten Entwicklungsstand erreicht. Mehr als vormals bei anderen Innovationen im Kraftfahrzeug spielen gesellschaftliche, ethische und rechtliche Aspekte eine zunehmende Rolle bei der Entwicklung, Realisierung und Einführung der automatisierten Fahrfunktionen.

Die Automatisierung der Fahraufgabe kann in sechs Stufen nach dem Verband der Automobilindustrie, von der Stufe 0, driver only, über assistiert, teilautomatisiert, hochautomatisiert und vollautomatisiert bis hin zur Stufe 5, fahrerlos, aufeinander aufbauend dargestellt werden. Bis zur Stufe 2, teilautomatisiert, muss der Fahrer das System dauerhaft überwachen. Ab den hochautomatisierten Fahrfunktionen, Stufe 3, ist der Fahrer nicht mehr dauerhaft in der Systemüberwachung und für diese verantwortlich. Der Endkunde kann sicherlich von der Automatisierung überzeugt werden, wenn das automatisierte Fahrzeug das heutige Sicherheitsniveau nachweisbar übersteigt. Um die hochgesteckten Ziele, den Verkehr sicherer, effizienter und komfortabler zu gestalten, zu erreichen, konzentrieren sich die Entwicklungen auf die folgenden fünf Schlüsseltechnologien:

  • Wahrnehmung und Modellierung des Fahrzeugumfeldes
  • Konnektivität für weitreichende Information und Kommunikation
  • Datenfusion zur Verbesserung der Erkennungsleistung und Szenenbeschreibung
  • Situationsinterpretation und Fahrstrategie
  • Eigensichere Sensoren, Aktoren und Kommunikation

 

Zu den Fokusthemen kommen noch weitere übergreifende Fragestellungen, wie zum Beispiel die funktionale Sicherheit, die Mensch-Maschine-Schnittstelle und das Testen von Fahrerassistenzsystemen im gesamten Lebenszyklus, hinzu.

Der DortmunderAutoTag konzentriert sich auf die beiden Megatrends Automatisierung der Fahrfunktion und Hybridisierung sowie Elektrifizierung des Antriebsstrangs. Er leistet damit zum zehnten Mal Beiträge zur Beantwortung der komplexen übergreifenden Fragen zur technischen Ausgestaltung der individuellen Verkehrsmittel in den Verkehrskonzepten der Zukunft, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und um die mit der Mobilität verbundenen Emissionen zu reduzieren.

Als etabliertes Diskussionsforum zu den Fachgebieten automatisiertes Fahren und Elektromobilität bietet er auch in diesem Jahr hochkarätige Referentinnen und Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft, die die Trends der individuellen Mobilität diskutierten. Die fachlichen Vorträge zeigen innovative Entwicklungen und bieten die Basis für konstruktive Fachgespräche. Exponate und Posterpräsentationen dienen neben der Fachausstellung als Anregung für weitere Entwicklungs- und Forschungsarbeiten.

Die Elektrotechnik und Informationstechnik agieren als Schlüsseltechnologien und begleiten den Wandel bei der Entwicklung der zukünftigen Mobilität, die durch das automatisierte Fahren und Elektrofahrzeuge entscheidend geprägt ist.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Dortmund sind im Rahmen zahlreicher Kooperationsprojekte mit Automobilherstellern sowie Zulieferern und öffentlich geförderten Projekten an wesentlichen Fragestellungen der zukünftigen Mobilität sowohl im Bereich der grundlagenorientierten als auch anwendungsausgerichteten Forschung beteiligt.

In der begleitenden Fachausstellung können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des DortmunderAutoTages über folgende erfolgreiche Unternehmen im Umfeld des automatisierten Fahrens und der Elektromobilität informieren: AMETEK CTS/EM TEST GmbH, EMC Test NRW GmbH, Smart Mechatronics GmbH, Toellner Electronic Instrumente GmbH und GET racing Team Dortmund.

Seit 2006 wird das Forum jährlich in Dortmund vom Lehrstuhl für Regelungssystemtechnik der TU Dortmund in Zusammenarbeit mit der IHK zu Dortmund erfolgreich veranstaltet und findet viel Zuspruch.

Autotag_2015_Panorama

 

 

Übersicht

 

Veranstaltungsort und Anfahrt

Anfahrtsbeschreibung

Anfahrtsbeschreibung.pdf

 

Die Technische Universität Dortmund verfügt über hervorragende Verkehrsanbindungen mit dem Pkw und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Anreise mit dem Auto

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, an welchem die Sauerlandlinie A45 (Frankfurt-Dortmund) den Ruhrschnellweg B1 / A40 kreuzt. Nach Westen ist die Universität so an das dichte Autobahnnetz des Ruhrgebietes und darüber hinaus an die Regionen des Niederrheins oder der Niederlande angeschlossen. Nach Osten führt die B1 durch Dortmund in Richtung Unna, wo sie Anschluß an Autobahnen nach Bremen, Hannover/Berlin und Kassel findet. Im Norden endet die A45 nach wenigen Kilometern an der A2, die zum Kamener Kreuz einerseits und in Richtung Oberhausen andererseits führt. In südlicher Richtung bietet die A45 am Westhofener Kreuz einen weiteren Knotenpunkt mit der A 1, die von Bremen in den Kölner Raum führt. Die günstigsten Autobahnabfahrten finden Sie auf der A45 in Dortmund-Eichlinghofen (näher zum Campus Süd) und auf der B1 / A40 in Dortmund-Dorstfeld (näher zum Campus Nord). An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert. Im lokalen Straßennetz finden sich Wegweiser zum Campus Nord und zum Campus Süd. Um mit dem Auto zwischen Campus Nord zum Campus Süd zu wechseln, nimmt man die Verbindung Vogelpothsweg/Baroper Straße (Campus Nord in Richtung Campus Süd) bzw. Baroper Straße/Vogelpothsweg. Vorsicht: Auf der Baroper Straße und auch auf Teilen des Vogelpothswegs gilt aus Rücksicht auf die Anwohner Tempo 30. Empfehlenswerter ist jedoch, das Fahrzeug auf einem der zahlreichen Parkplätze abzustellen und zwischen Campus Nord und Süd die H-Bahn zu nutzen.

Anreise mit der Bahn

Die TU Dortmund besitzt auf dem Campus Nord eine eigene S-Bahn-Station ("Dortmund Universität"). Von dort aus fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über den „Bahnhof Düsseldorf Flughafen“. Damit ist die Universität von den Städten Bochum, Essen, Mülheim an der Ruhr, Duisburg und Düsseldorf direkt erreichbar. Von der Dortmunder Innenstadt kann man auch mit dem Bus, der U-Bahn oder der Straßenbahn zur Technischen Universität gelangen, indem man vom Hauptbahnhof mit den U-Bahn-Linien 41, 45, 47 oder 49 zur Haltestelle "Stadtgarten" fährt, von dort aus die U42 bis zur Haltestelle "An der Palmweide" nimmt und letztlich mit den Bussen 445, 447 und 462 bis zur Haltestelle "Dortmund Universität S" fährt. Eine andere Möglichkeit ist mit den oben genannten U-Bahn-Linien vom Dortmunder Hauptbahnhof zur Haltestelle "Dortmund Kampstraße" (eine Station) zu fahren, dort die U43 und U44 bis zur Haltestelle "Dortmund Wittener Straße" zu nehmen und dann mit dem Bus 447 zur Haltestelle "Dortmund Universität S" weiter zu fahren. Eine individuelle Fahrplanauskunft für den öffentlichen Personennahverkehr bietet zudem die Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.

Anreise mit dem Flugzeug

Dortmund hat einen Flughafen, der mit den wichtigsten Zielen in Deutschland und Europa verbunden ist. Regelmäßige Flugverbindungen gibt es beispielsweise nach Barcelona, Budapest, Kattowitz, Krakau, London, Madrid, München, Nürnberg, Rom oder Warschau. Viele dieser Verbindungen werden von Low-Cost-Airlines zu günstigen Preisen angeboten. Um vom Flughafen zum Campus zu gelangen, empfiehlt sich der "Airport Express" zum Dortmunder Hauptbahnhof, dort der Einstieg in die S-Bahn (Ihren individuellen Fahrplan erhalten Sie unter vrr.de). Die Fahrzeit beträgt 41 Minuten. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist. In der Regel ist man aber schneller am Flughafen Düsseldorf, wenn man erst die S-Bahn zum Dortmunder Hauptbahnhof und danach eine schnellere Verbindung zum Bahnhof „Düsseldorf-Flughafen“ nimmt (zum Beispiel einen Regional-Express). Die H-Bahn Zu den Wahrzeichen der Technischen Universität Dortmund gehört die H-Bahn, die die beiden Campus verbindet. Die H-Bahn hat auf dem Campus-Nord zwei Endpunkte. Der eine ("Dortmund Universität S") befindet sich direkt über der S-Bahn-Station "Dortmund Universität" und ist von ihr bequem mit Aufzügen erreichbar. Der andere ("Campus Nord") befindet sich im Zentrum des Campus Nord an der Brücke zwischen der Universitätsbibliothek und der Mensa, gleich neben dem Audimax. Die H-Bahn fährt von der Haltestelle "Campus Nord" zum Technologiezentrum und in die andere Richtung über die Haltestelle "Campus Süd" zum Stadtteil Eichlinghofen (Endhaltestelle "Dortmund Eichlinghofen"). Von dort aus fährt die Buslinie 440 direkt zum Flughafen Dortmund.

 



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Kontakt

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Prof. h.c. Dr. h.c. Torsten Bertram
Lehrstuhlleitung
Tel.: 0231 755-2760
Dipl.-Ing. Martin Keller
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
M. Sc. Malte Oeljeklaus
Wissenschaftliche Mitarbeiter
Tel.: 0231 755-4648