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9. Dortmunder AutoTag

Die Bildergalerie zeigt Impressionen vom Autotag.

 

Unter dem Motto "Vom assistierten zum automatisierten Autofahren mit Verbrenner und/ oder Elektromotor" stand der 9. DortmunderAutoTag der Technischen Universität Dortmund, der IHK zu Dortmund und des AutoClusters NRW, der am Dienstag, dem 16. September im großen Saal der IHK zu Dortmund stattfand. Er bot auch in diesem Jahr vielen Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft ein Forum.

 

Der 9. DortmunderAutoTag, der vom Lehrstuhl für Regelungssystemtechnik - Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik - der Technischen Universität Dortmund gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund und dem AutoCluster NRW veranstaltet wird, gewährt einen Blick in die Zukunft auf Basis der Analyse des heutigen Autofahrens.

Dabei zeichnen sich zwei Trends ab: Einerseits bietet das assistierte, teil-, hoch- und vollautomatisierte Fahren dem Kunden eine zunehmende komfortable und sichere Fahrt. Die Automobilzulieferer und Hersteller zeigen Studien und Projekte in Richtung „always on“ und „autonom“ unterwegs. Andererseits will die reine Elektromobilität nicht richtig beim Kunden zünden. Dafür werden die Plug-in-Hybride als die „Kraft der zwei Herzen“ (VDI Nachrichten 05.09.2014) Einzug in die Oberklassefahrzeuge erhalten.

Die 65. Internationale Automobilausstellung Nutzfahrzeuge wird Ende September in Hannover den Lastkraftwagen der Zukunft vorstellen. Der „Mercedes-Benz Future Truck 2025“ zeigt, dass das autonome Fahren heute schon Realität ist. Diese Sicht wird etwas getrübt, da zwar die Technik dank der Sensorik und der Vernetzung verfügbar beziehungsweise die Herausforderungen weitgehend gelöst sind. Jedoch muss nach der Wiener Straßenverkehrskonvention von 1968 der Fahrer das Auto jederzeit beherrschen. Erlaubt sind derzeit beispielsweise nur korrigierende Lenkeingriffe, aber ein automatisches Lenken bei Fahrgeschwindigkeiten über 10 km/h ist verboten. So sind Systeme derzeit nur im Fahrzeug zugelassen, wenn der Fahrer sie stets übersteuern kann. Das Checken der Emails für den Fahrer muss also noch etwas warten. Wenn auch die Unfallstatistiken belegen, würde der Computer das Auto fahren, dann wäre das Autofahren viel sicherer, da der Mensch beziehungsweise das menschliche Versagen für etwa 75 Prozent aller Unfälle verantwortlich zeichnet. Der „Computer am Steuer“ fährt umsichtiger und infolge dessen auch sicherer und ressourcenschonender. Der „Computer am Steuer“ fährt eben vorausschauender, auch dank seiner umfangreichen Umfeld-Sensorik und den Möglichkeiten zur sachlichen Kommunikation mit anderen Verkehrsteilnehmern.

Die einzelnen Fahrversuche der Automobilhersteller und Zulieferer zeigen bereits heute, was beim autonomen Fahren möglich ist. Nun ist es daran diese Systeme in Serie zu bringen, und damit „Ottonormalverbrauchern“ zugänglich zu machen. Die Automatisierung der Fahraufgabe stellt weiterhin hohe Anforderungen an die Entwickler und erfordert umfangreiche interdisziplinäre Forschungsarbeiten.

Der zweite Schwerpunkt des 9. DortmunderAutoTages ist wie auch in der Vergangenheit die Elektrifizierung des Autofahrens. Die Politik glaubt weiterhin an den Siegeszug der Elektromobilität und fordert nachdrücklich eine Millionen Elektrofahrzeuge im Jahr 2020 in Deutschland auf den öffentlichen Straßen. Die Automobilhersteller sehen dies differenzierter.

Das die Elektromobilität kommt, steht bei ihnen außer Frage. Schließlich gilt es bis 2012 den von der EU vorgegebenen CO2-Flottenausstoß von 95 g/km zu erreichen. Hinzu kommt, dass auch China und die USA die Emissionszielwerte verschärfen. Hierin ist die Branche sich einig, ohne die Elektrifizierung ist dies nicht zu schaffen. Derzeit stehen die Plug-in-Hybride im Fokus der Entwicklungen und infolge auf den Automobilausstellungen weltweit. In Verbindung mit einem leistungsstarken Verbrennungsmotor können etablierte Werbestrategien den Kunden für das Produkt begeistern.

Die reine Elektromobilität leidet heute weiter unter Startschwierigkeiten. Wenn auch in aller Munde die umweltfreundliche, nachhaltige und geräuschfreie Fortbewegung mit einem Elektromobil ist. Dem gegenüber steht beispielsweise der Kunde, der sich mit den Fragen der geringeren Reichweite und den längeren Ladevorgängen sowie den damit verbundenen Abrechnungsmodalitäten verschiedener Stromerzeuger auseinander setzen darf und in Folge sich nicht für das eigene Elektromobil erwärmen kann. Die höheren Anschaffungskosten bei einem Elektrofahrzeug sind sicherlich auch nicht förderlich, um die eine Millionen Elektrofahrzeuge im Jahr 2020 in Deutschland an den öffentlichen Straßen zu haben.

Auch trommelt die Automobilindustrie nicht für ihre Elektroautos. Um die Akzeptanz für Elektroautos in der Bevölkerung zu schaffen, fehlt es auch an  emotionaler Vermarktung der „Elektroboliden“. Ein PS-starker Sechszylinder mit entsprechendem Design und Motorisierung holt den „coolen“ Kunden ab. Dagegen wirkt ein Elektroauto häufig, mit wenigen Ausnahmen wie ein Tesla S oder BMW i8, eher „uncool“. Erschwerend für die Elektromobilität ist ebenfalls in Deutschland die Position der Politik, so werden gerne Pressetermine im Umfeld von Elektroautos und großen öffentlich geförderten Projekten wahrgenommen. Jedoch fehlen die wirklichen Anreize für den Endverbraucher, wie wir sie aus dem Ausland kennen.

Ein weiterer Grund, der die Elektromobilität heute beim Kunden etwas ausbremst, ist sicherlich auch in den Nachrichten über die neue Technologie, das sogenannte „Fracking“, zu sehen. Es wird das neue Ölzeitalter ausgerufen und die USA entwickelt sich zu dem größten Öl- und Gasproduzenten. Der Verbraucher muss nicht über die Endlichkeit der Ressource Öl sowie Gas als Basis für die Mobilität und die daran gekoppelten Emissionen, wenn diese auch nicht im Vordergrund stehen, nachdenken. Vielmehr wird er zum Kauf von verbrennungsangetriebenen Fahrzeugen mit Nachrichten wie, die Vorkommen in den USA reichen noch mindestens 100 Jahre und die weltweiten Reserven sind nicht einmal kalkuliert, motiviert.

Untersuchungen zeigen, dass Elektrofahrzeuge wirtschaftlicher als konventionelle Fahrzeuge sind, wenn sie viel gefahren werden, denn nur dann können die höheren Anschaffungskosten über die günstigeren Verbrauchs- und Wartungskosten eingefahren werden. Dies erklärt, warum der Benzinmotor weiterhin bei einer jährlichen Fahrleistung von unter 15.000 Kilometern und bei Vielfahrern der Dieselmotor den Vorzug erhält. Nach heutiger Ansicht, bei den derzeitigen Rohöl- und Strompreisen, gilt als Idealfall für die Nutzung des Elektrofahrzeugs, wenn die regelmäßig zu fahrende Strecke ungefähr der Reichweite des Fahrzeugs auch unter widrigen Bedingungen entspricht, die der Akku im Elektrofahrzeug zur Verfügung stellt.

Neben der Optimierung des elektrischen Antriebsstrangs auch mit Unterstützung von Fahrerassistenzsystemen sowie der Energierückgewinnung über Rekuperation beim Verzögern des Fahrzeugs stehen Aufgaben zu konsequenten Leichtbaukonstruktionen auf der Agenda. Alle diese Themen sind nicht nur auf Verkehrsmittel mit elektrischem Antriebsstrang fokussiert, denn zur Steigerung der Sicherheit und zur Reduktion der Emissionen können zahlreiche Konzepte auch auf Fahrzeuge mit Mischformen für den Antrieb (Hybride) übertragen werden.

Der DortmunderAutoTag leistet zum neunten Mal Beiträge zur Beantwortung der komplexen übergreifenden Fragen zur technischen Ausgestaltung der individuellen Verkehrsmittel in den Verkehrskonzepten der Zukunft, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und um die mit der Mobilität verbundenen Emissionen aufgrund des Ressourcenverbrauchs zu reduzieren. Als etabliertes Diskussionsforum zu den Fachgebieten Fahrerassistenzsysteme und Elektromobilität bietet er auch in diesem Jahr hochkarätige Referentinnen und Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft, die die Trends der individuellen Mobilität diskutierten.

Fachliche Vorträge aus der Automobilindustrie (BMW AG, Daimler AG), der Zulieferindustrie (TRW Automotive GmbH, EMC Test NRW GmbH, Integrated Infrastructure Solutions GmbH, KäferLive, Schaeffler Engineering GmbH), sowie aus dem wissenschaftlichen Umfeld (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie, FH Aachen, TU Darmstadt, TU Dortmund, UNI Paderborn), Exponate und Posterpräsentationen dienen neben der Fachausstellung als Anregung für weitere Entwicklungs- und Forschungsarbeiten.

Die Elektrotechnik und Informationstechnik agieren als Schlüsseltechnologien und führen zu einem Wandel bei der Entwicklung der zukünftigen Mobilität, die durch die Fahrerassistenzsysteme und Elektrofahrzeuge entscheidend geprägt ist.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Dortmund sind im Rahmen zahlreicher Kooperationsprojekte mit Automobilherstellern sowie Zulieferern und öffentlich geförderten Projekten an wesentlichen Fragestellungen der zukünftigen Mobilität sowohl im Bereich der grundlagenorientierten als auch anwendungsausgerichteten Forschung beteiligt. In einer Fachausstellung können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des DortmunderAutoTages über folgende Organisationen, Unternehmen, und deren Produkte in den Fachgebieten informieren: NRW Kompetenzzentrum für interoperable Elektromobilität, Infrastruktur und Netze, AutoCluster.NRW, aiXtrusion GmbH, AMETEK CTS/EM TEST GmbH, EMC Test NRW GmbH, KäferLive, Schaeffler Engineering GmbH, Smart Mechatronics GmbH, Toellner Electronic Instrumente GmbH.

Seit 2006 wird das Forum jährlich in Dortmund vom Lehrstuhl für Regelungssystemtechnik der TU Dortmund in Zusammenarbeit mit der IHK zu Dortmund und dem AutoCluster.NRW erfolgreich veranstaltet und findet viel Zuspruch nicht nur in der Region.

 

 

Veranstaltungsort und Anfahrt

IHK Gebäude

Industrie- und Handelskammer zu Dortmund
Großer Saal
Märkische Straße 120
44141 Dortmund

 

Anreise per PKW:

PKW-Fahrern wird als Parkmöglichkeit die Tiefgarage der IHK, Einfahrt Petrystraße, empfohlen. Eine begrenzte Anzahl an Stellplätzen befindet sich auch im Hof der IHK. Sollten diese belegt sein, so stehen in den umliegenden Straßen, insbesondere im Bereich der Karl-Marx-Straße, eine Reihe von Parkplätzen zur Verfügung.

Anreise per Bahn:

Vom Hauptbahnhof Dortmund: Stadtbahn U41 und U47 (Richtung Hörde und Aplerbeck) zur Haltestelle Märkische Straße. Man benötigt für diese Strecke einen Fahrausweis der Preisstufe A, der an den Automaten des Verkehrs-verbundes Rhein Ruhr (VRR) gelöst wird. Dieser ist vor Fahrtantritt zu entwerten. Von der Haltestelle Märkische Straße bis zur IHK sind es noch zwei Minuten Fußweg.

Anreise per Flugzeug:

Den Flughafen Dortmund erreicht man von vielen europäischen Metropolen aus. Er befindet sich im Osten Dortmunds. Von dort sind es zur IHK rund 10 km. Taxen stehen am Flugplatz ausreichend zur Verfügung.

Plan_IHK



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Kontakt

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Prof. h.c. Dr. h.c. Torsten Bertram
Lehrstuhlleitung
Tel.: 0231 755-2760
Dipl.-Ing. Martin Keller
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Tel.: 0231 755-2735
M. Sc. Malte Oeljeklaus
Wissenschaftliche Mitarbeiter
Tel.: 0231 755-4648